Erbkrankheiten

PRA

Die Progressive Retina Atrophie (prcd-PRA ) ist eine Erkrankung der Netzhaut (Retina), die durch kontinuierliches Fortschreiten immer zur Erblindung führt. Dabei werden die Photorezeptoren des Auges im Laufe der Zeit zerstört. Zuerst verlieren die Stäbchenzellen ihre normale Funktion, was zu fortschreitender Nachtblindheit sowie dem Verlust der Anpassung des Sehvermögens an das Dämmerlicht führt. Durch die Zerstörung der Zapfenzellen kommt es schließlich zur völligen Erblindung des Hundes. Die klinischen Symptome treten in der Regel schon in der frühen Jugend auf, in den verschieden Hunderassen allerdings zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Die Diagnose von Netzhauterkrankungen beim Hund ist oft schwierig. Der prcd-PRA Gentest ist sehr hilfreich für eine gesicherte Diagnose dieser Krankheit.


(Quelle: Laboklin)


 

EIC

- Der Exercise Induced Collapse (EIC) ist eine neuromuskuläre Erkrankung, die beim Labrador Retriever und eng verwandten Rassen auftritt. Bisher wurde die Mutation bei Labrador, Chesapeake-Bay- und Curly-Coated-Retrievern nachgewiesen.

Vor kurzem wurde die für EIC verantwortliche Mutation im DNM1-Gen von der Arbeitsgruppe um Prof. James Mickelson an der University of Minnesota gefunden. LABOKLIN konnte die exklusive Lizenz für den EIC-Gentest erwerben und besitzt somit das alleinige Untersuchungsrecht in Europa.
 
- Die ersten Anzeichen eines Exercise Induced Collapse (EIC) sind ein schaukelnder oder verkrampfter Gang, der Hund wirkt steifbeinig. Erkrankte Hunde entwickeln schon nach 5 - 15 Minuten Anstrengung (z. B. beim Training oder bei starkem Stress) eine Muskelschwäche und kollabieren.

- Bei den meisten Hunden ist vor allem die Hinterhand betroffen, bei manchen setzt sich die Schwäche auch bis zu den Vorderläufen fort und führt somit zum Festliegen. Während eines Kollaps sind die Hunde meistens bei Bewusstsein, je nach Schweregrad der Erkrankung kann es aber auch vorkommen, dass sie desorientiert oder vorübergehend bewusstlos sind.

- EIC kann jahrelang unentdeckt bleiben, wenn der Hund keinem anspruchsvollen Training oder starkem Stress ausgesetzt ist.

(Quelle: Laboklin)


Erbliche Myopathie beim Labrador Retriever – die Erkrankung

Die Erbliche Myopathie beim Labrador Retriever wurde erstmals vor 25 Jahren in den USA beschrieben und ist seitdem auch in Europa und Australien unter verschiedenen Namen bekannt, z.B. als Centronuclear myopathy (cnm). Die Hunde leiden unter Hypotonie, generalisierter Muskelschwäche, abnormaler Haltung und einem steifen Gang. Betroffene Tiere sind nur schwach belastbar und kollabieren schnell, wenn sie der Kälte ausgesetzt werden. Unter Belastung tritt Muskelatrophie auf, die teilweise auch die Kopfmuskeln betrifft.

 

 

Erbliche Myopathie beim Labrador Retriever – die Vererbung

Die Erbliche Myopathie beim Labrador Retriever wird autosomal-rezessiv vererbt. Das bedeutet, daß ein Hund nur erkrankt, wenn er je ein betroffenes Gen von Vater und Mutter erhalten hat. Es müssen also sowohl Vater- als auch Muttertier das kranke Gen tragen.
Träger, d.h. Tiere mit nur einem betroffenen Gen, können zwar selbst nicht erkranken, geben aber die Erbanlage mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an ihre Nachkommen weiter. Bei der Verpaarung von zwei Trägern besteht die Gefahr, daß die Nachkommen von der Erkrankung betroffen sind. Deshalb sollte niemals ein Träger mit einem anderen Träger verpaart werden.
 
Der Gentest sagt nichts über den Beginn und den Schweregrad der Erkrankung aus.

(Quelle: Laboklin)


HNPK

 

Bei der Nasalen Parakeratose handelt es sich um einen Gendefekt, der zu einer Austrocknung der Hundenase führt. Vor allem auf der oberen Seite (dorsaler Nasenspiegel) bildet sich eine trockene, borkige Hautschicht, die mit der Nase verbunden ist und sich nicht ablösen lässt. Es können sich Risse bilden, die sekundäre Infektionen durch Bakterien nach sich ziehen. Auch eine Aufhellung des dunklen Nasenspiegels kann beobachtet werden.
Erste Symptome treten im Alter von 6 Monaten bis einem Jahr auf. Eine symptomatische Behandlung mit Vaseline, Propylenglycol- oder Salicylsäurehaltigen Produkten kann bei der Auflösung der trockenen Borken helfen.
Die für die Hereditäre Nasale Parakeratose (HNPK) verantwortliche Mutation wurde erstmalig von der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Tosso Leeb, Universität Bern, beschrieben. LABOKLIN konnte die exklusive Lizenz für den in der Patentierung befindlichen Gentest zum Nachweis der HNPK-Mutation erwerben und besitzt somit weltweit das alleinige Untersuchungrecht.

 

(Quelle: Laboklin)


Hüftgelenksdysplasie (HD)

 

Bei einem gesunden, normalen Hüftgelenk passt der Kopf des Oberschenkelknochens genau und fest in die dazu gehörige Hüftgelenkspfanne. Der Hund kann somit einwandfrei laufen und springen. Es gibt viele Varianten der HD, die sich im Prinzip aber alle sehr ähnlich sind: Der Kopf des Oberschenkelknochens hat aus verschiedenen Gründen in der Hüftgelenkpfanne nicht genug halt. Daraus kann für den Hund eine ernsthafte Behinderung beim Laufen und große Schmerzen entstehen. Diese krankhafte Veränderung muss jedoch nicht bereits bei der Geburt vorhanden sein. Sie kann sich auch erst im Laufe der ersten Monate entwickeln. Durch Röntgen ist dies jedoch erst festzustellen wenn der Hund bereits 6 Monate alt ist. Eine Korrektur ist allerdings nicht mehr möglich. HD kann aber auch über die Elterntiere geerbt werden. Eine Verschlimmerung der HD kann passieren wenn ein Welpe falsch ernährt ( zu eiweiß- und energiereich ) wird, oder er zu viel und vor allem falsche Bewegung bekommt. An HD leidende Hunde können jahrelang ohne Symptome sein. Doch plötzlich nach körperlicher Belastung wie laufen und springen können Schwächen bis hin zu Lahmheit ineinander auftreten. Besonderst schwer von der HD betroffen sind im allgemeinen große Hunde mit Übergewicht und Hunde die zu früh, zu viel oder falsch belastet werden. Oberstes Gebot zur Vermeidung der erworbenen HD ist also die Vermeidung von Aufzuchtfehlern.

Die Einteilung der HD-Grade:
A = HD - Frei    
   B = HD - Verdacht
C = HD - Leicht  
D = HD - Mittel 
E = HD - Schwer

 

  Ellenbogengelenksdysplasie (ED)

 

Die ED ist leider noch nicht so bekannt wie die HD.
Der Begriff ED steht für die Fehlentwicklungen oder Entwicklungsstörungen
des Ellenbogengelenkes. Die ED ist genauso verbreitet und genauso erblich,
nur noch sehr viel komplexer in der Erwerblichkeit.

Die häufigsten Entwicklungsstörungen sind:
- Gelöster Knochenfortsatz der Elle
- Fehlentwicklung es Gelenkknorpels
- Gelöster Knochenfortsatz
- Ungleiche Gelenkflächen von Elle und Speiche.

Jede dieser Veränderungen bedingen die Entwicklung einer Arthrose, die zu
Schmerzen und Lahmheit führt. Die Beschwerden sind zunehmender Art
durch die sich verschlimmernde Arthrose. Eine Arthrose besteht lebenslang!


Diagnose der ED:
- Vorderhandlahmheit, meist Verschlechterung nach Ruhephasen.
- Schmerzen bei passiver Bewegung( Strecken oder Beugen).
- Steifer Gang ist durch die Verminderte Beugung des Gelenkes bedingt.


Die Einteilung der ED-Grade:
0 = kein Hinweis auf ED
  1 = geringe ED Merkmale
2 = mittelgradige ED     
3 = Schwere ED